Bolzenschweißen

Das Bolzenschweißen mit Spitzenzündung ist in vielen Bereichen einsetzbar. Vor allem in der Elektroindustrie, dem Apparatebau, dem Gehäusebau und dem Fassadenbau findet die Variante Anwendung.

Bolzenschweißen

Das Bolzenschweißverfahren ist eine Unterart des Lichtbogenschweißens. Es dient der dauerhaften Verbindung zwischen zumeist größeren Werkstücken und Bolzen. Die Handhabung ist relativ simpel, die Schweißdauer sehr gering. Aus diesem Grund ist das Bolzenschweißen überaus effizient und deshalb so beliebt. Erfahren Sie mehr über die speziellen Arten, Spitzenzündung und Hubzündung, des Fügeverfahrens!

Wie funktioniert das Bolzenschweißen?

Um zwei Bauteile aneinanderzufügen, zündet zwischen der Stirnfläche des anzubringenden Bolzens und dem Werkstück ein Lichtbogen. Der sorgt für das Anschmelzen beider Teile an seiner Ein- und Austrittsfläche, sodass sie anschließend dank eines geringen Anpressdrucks beständig aneinanderhaften. Wichtig ist dabei, dass die metallenen Oberflächen elektrisch leitfähig sind, weshalb sie unbedingt frei von Lacken, Rost und anderen Partikeln sein müssen. Aufgrund der enorm kurzen Schweißzeit funktioniert das Bolzenschweißen bei M. Mütze automatisiert.

Vorteile des Bolzenschweißens allgemein

Wie jedes andere Schweißverfahren verfügt auch das Bolzenschweißen über Eigenschaften, die die Methode besonders auszeichnen:

  • Sehr kurze Schweißzeit
    Das Verfahren des Lichtbogenbolzenschweißens ist überaus effektiv. Maximal 1,5 Sekunden dauert ein Schweißpunkt.

  • Keine Materialveränderung
    Bei der Methode tritt weder eine Verformung noch ein Verzug des Werkstücks auf.

  • Hohe Festigkeit
    Die Verbindungen geraten vollflächig: Der gesamte Bolzenboden befindet sich vor dem Erstarren im Schweißbad. Daraus geht eine enorme Festigkeit hervor.

  • Enorm produktiv und rentabel
    Aufgrund der Schnelligkeit und des hohen Automatisierungsgrades können wir in kürzester Zeit sehr viele Werkstücke nach Ihren Vorgaben mit Bolzen versehen. Das macht die Schweißmethode so profitabel!

  • Keine Vor- oder Nachbearbeitung notwendig
    Im Gegensatz zu manch anderem Verfahren fallen beim Lichtbogenbolzenschweißen keine Vor- oder Nachbearbeitungen an wie zum Beispiel das Vorbereiten der Schweißnaht oder Ähnliches.

Bolzenschweißen mit Spitzenzündung

Wie es der Name besagt, befindet sich beim Bolzenschweißen mit Spitzenzündung an der Unterseite des Bolzens eine kleine Spitze. Das Verfahren lohnt sich für Bolzen bis 12 Millimeter Durchmesser mit kleiner zylindrischer Spitze. Als Stromquelle dient eine Kondensatorbatterie: Damit entstehen Spitzenströme von bis zu 10.000 A. Zuerst laden wir die Batterie dafür mit der benötigten Spannung auf, dann verbinden wir ihren Minuspol mit dem Bolzen. Dieser wiederum bewegt sich zum Werkstück. Durch den rasch ansteigenden Strom schmilzt die Zündspitze und zündet somit den Lichtbogen. Der schmilzt Werkstück und Bolzenboden an, sodass ein Schweißbad entsteht. Die Schweißanlage drückt den Bolzen nun auf das Bauteil, der Lichtbogen erlischt und die Schmelzzonen vereinen sich. Nach dem Erstarren ergibt sich eine feste Verbindung.

Anwendungsgebiete

Das Bolzenschweißen mit Spitzenzündung ist in vielen Bereichen einsetzbar. Vor allem in der Elektroindustrie, dem Apparatebau, dem Gehäusebau und dem Fassadenbau findet die Variante Anwendung.

Die wichtigsten Schweißparameter

Auf die folgenden Eigenschaften kommt es beim Bolzenschweißen mit Spitzenzündung an:

  • Ladespannung
  • Spalt
  • Kapazität
  • Schweißzeit
  • Eintauchgeschwindigkeit

Spezifische Vorteile

Neben den allgemeinen Faktoren, die für die Bolzenschweißung gelten, punktet die Spitzenzündung mit weiteren Vorzügen:

  • Geringe Einbrenntiefe
    Das mit dem Bolzen zusammenzufügende Material wird nur kurz erhitzt, sodass sich ein kleines Schweißbad bildet. Die dabei entstehende Einbrenntiefe ist extrem gering, sodass wir damit auch sehr dünne Materialien bearbeiten können. Die Mindeststärke liegt bei 1,5 Millimetern.

  • Großer Einsatzbereich
    Die Bolzengrößen können zwischen einem Durchmesser von 3 bis 12 Millimetern variieren.

Bolzenschweißen mit Hubzündung

Die Variante mit Hubzündung beginnt damit, dass die Bolzenspitze das Werkstück berührt und beide einen geschlossenen Stromkreis bilden. Dann hebt der Schweißkopf den Bolzen an, wodurch der Lichtbogen entsteht. Dieser schmilzt sowohl die Bolzenunterseite als auch das Werkstück leicht an. Nun taucht der Bolzen in das entstandene Schweißbad ein und sobald das Material erstarrt, ist er fest aufgeschweißt.

Anwendungsgebiete

Die Bolzenschweißung mit Hubzündung ist ebenfalls weit verbreitet. So kommt sie zum Beispiel im Fahrzeugbau, Stahlbau, Schiffsbau, Maschinenbau und dem Kesselbau zum Einsatz.

Die wichtigsten Schweißparameter

Eigenschaften wie

  • Schweißstrom,
  • Schweißzeit,
  • Lichtbogenlänge und
  • Eintauchmaß

spielen beim Hubzündungsbolzenschweißen eine wichtige Rolle.

Spezifische Vorteile

Zu den Vorteilen des allgemeinen Bolzenschweißens gesellen sich nun noch die speziellen Vorzüge der Hubzündung:

  • Maximale Prozesskontrolle
    Die Hubbewegung ist auf Wunsch genau regulierbar. Damit erhalten Sie ein noch präziseres Ergebnis.

  • Geringe Einbrenntiefe
    Auch beim Bolzenschweißen mit Hubzündung ist nur eine geringe Einbrenntiefe vonnöten. Damit eignet es sich ideal zum Zusammenfügen für Blechstärken ab 2 Millimetern.

  • Großer Einsatzbereich
    Die Bolzengrößen für das Hubverfahren können zwischen einem Durchmesser von 2 bis 22 Millimetern variieren.

Prozessüberwachung Bolzenschweißen


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