Stanzteile

Was sind Stanzteile?

Stanzteile sind Produkte, die aus flachen Halbzeugen in großen Mengen gefertigt werden. Stahl, Edelstahl rostfrei, Aluminium und Buntmetalle kommen als Werkstoffe bei der M. Mütze GmbH zum Einsatz. Die Formen und Konturen dienen einem spezifischen Einsatzzweck und werden für diesen individuell konstruiert und optimiert.

Dabei machen schnelle Bearbeitungszeiten und eine gleichbleibend hohe Qualität, auch bei großen Stückzahlen, das Stanzen zu einer unverzichtbaren Basistechnologie. Stanzteile sind technische Produkte deren Eigenschaften in der DIN 6930 definiert sind.

Stanzteile sind im Vergleich zu spanend oder thermisch hergestellten Produkten aufgrund kurzer Zykluszeiten im Produktionsprozess sehr preiswert.

Mehr zu den Vorteilen von Stanzteilen erfahren Sie hier.

Wie werden Stanzteile gefertigt?

Blechwerkstoffe werden in Form von Spaltbändern (Coils) auf Stanzautomaten mit Folgeverbundwerkzeugen in die gewünschte Form gebracht. Das Stanzen zählt zu den spanlosen Formgebungsverfahren. Das Blech wird während des Stanzvorgangs durch die Wirkung von Ober- und Unterwerkzeug bearbeitet. Beim Herunterfahren des Pressenstößels werden die Stempel des Werkzeugs zu ihrem jeweiligen Gegenstück, den Matrizen, in Bewegung gesetzt und so das Blech mit einem Hub durchtrennt, umgeformt oder gezogen. Die Stempel werden dabei im Werkzeug geführt, um eventuell auftretende Querkräfte abzustützen und präzise Hub für Hub hohe Qualität zu fertigen und Verschleiß zu vermeiden.

Zwischen Schneidstempel und -Matrize befindet sich ein Schnittspalt von ca. 0,1 mm pro mm Blechstärke. Er sorgt dafür, dass das Material nur zu ca. einem Drittel seiner Materialstärke geschnitten wird. Dabei entstehen hohe Spannungen, die die restliche Materialstärke entlang der Schnittkontur mit einem lauten Schnittknall brechen lassen. Diese Art des Materialtrennens ist gewünscht, da ein optimales Ergebnis bei der Schnittkante erreicht wird. Die Beschaffenheit von gestanzten Schnittkanten ist in der DIN 9830 definiert.

Als Folgeprozess zur Schnittkantenbearbeitung Ihrer Bauteile bieten wir bei Bedarf Trommelentgraten oder Gleitschleifen an.

Wo werden Stanzteile gemessen?

Beim Messen von Stanzteilen sind die Besonderheiten der verfahrensbedingten Schnittkanten zu berücksichtigen. Die Schnittkanten von Stanzteilen sind in verschiedene Zonen aufgeteilt, die in nebenstehender Grafik dargestellt sind.

Nennmaße gelten im Glattschnittbereich. Das bedeutet: Beim Überprüfen von Zeichnungsvorgaben muss in dieser Zone gemessen werden. Grenzabmaße sind in der DIN 6930-2 definiert.

Welche Oberflächeneingenschaften haben Stanzteile?

Die Oberfläche von Stanzteilen entspricht der Oberfläche des verwendeten Blechwerkstoffes – außer an den Schnittflächen. Abdrücke der formgebenden Werkzeuge oder werkstoffbedingte Veränderungen an der Oberfläche durch hohe Umformungerade gehören zum typischen Erscheinungsbild von Stanzteilen. Nach dem Stanzprozess können weitere Prozesse geschaltet werden, um die Produkte für Ihren Einsatzzweck vorzubereiten.

Bei Stahlteilen sollte ein verflüchtigendes Öl im Fertigungsprozess aufgetragen werden, um die Bauteile bis zur Verarbeitung in einem Folgeprozess vor Korrosion zu schützen. Informationen zu optionalen Oberflächenveredelungen, die wir Ihnen anbieten, finden Sie hier.

Welche Vorteile bieten Stanzteile?

Für Stanzteile spricht eine Reihe von Vorteile:

  • Sehr effektives Verfahren für die Massenfertigung
  • Große Freiheitsgerade in der Formgebung
  • Keine thermische Materialveränderung
  • Hohe Prozesssicherheit in der Fertigung
  • Gleichbleibend hohe Qualität auch bei großen Stückzahlen

Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an.

 

 

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